Schleuderball
Schreibe einen Kommentar

92 Jahre Schleuderball-Plakettenspieltag hat seinen eigenen Flair

In Diekmannshausen treten 26 Teams an

Der TSV Abbehausen Titelverteidiger in der Hauptklasse

Friesländer Endspiel TuS Grabstede gegen KBV Altjührden/Obenstrohe  möglich

Diekmannshausen/WBö, Der Schleuderballplakettenspieltag des TV Schweiburg in Diekmannshausen hat nichts von seinem Reiz verloren. Die nächste Veranstaltung, der 86. Spieltag steht am 6./7. August an. Seit 1924, mit Ausnahme der Kriegsjahre 1939 bis 1945, findet dieser älteste Spieltag des Deutschen Turnerbundes (jetzt 92 Jahre alt) statt. Die Mannschaften kämpfen um den Gewinn der wertvollen handgeschnitzten Eichenplaketten. Der Modus bei den Männern wurde geändert. Erstmals stehen 3 Leistungsklassen zur Ausspielung an. Hinzu kommen 4 Jugend/Schüler-Klassen, Auch schon seit 15 Jahren werden die Partien für alle Jugendklassen ausgeschrieben. Schon seit 1960 steht der Wettbewerb für die C-Schüler an. 26 Mannschaften, 15 Männer- und 11 Nachwuchsmannschaften, treten in sieben verschiedenen Alters/Leistungsklassen an. Das Zuschauerinteresse ist hier vorhanden. Der Veranstalter hofft das die Tausender Marke geknackt wird.  Die sogenannten „Käkler und Mäkler“ tun beim Fachsimpeln ihre Meinungen kund. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen auf dem Platz dann auch das Bier- Kaffe/Kuchenzelt und weitere Imbissstände. Eine Zuschauertribüne sorgt für gute Übersicht, und vom Richterturm wird über das Spielgeschehen informiert. Die Partien, zwei Spielfelder sind hergerichtet, beginnen am Sonnabend um 14.00 Uhr. Am Nachmittag stehen gleich sechs Partien der Bezirksklasse/Kreisklasse an. In dieser Spielklasse treten die Teams in zwei Dreiergruppen gegen einander an. Hinzu kommen noch 2 Jugendpartien. Am Sonntag wird die Veranstaltung um 10 Uhr fortgesetzt. Neben den Jugendpartien greift die Landesliga und die neu geschaffene Klasse, Bezirksliga, ins Spielgeschehen ein. Der Gastgeber, Landesligist TV Schweiburg beginnt um 14.30 Uhr. In den drei Jugendklassen, A,- C und E, jeweils 3 Teams, ermitteln im Spielsystem, „Jeder gegen jeden“ die Meister. Das 1. Endspiel, in der D-Jugend nur 2 Mannschaften, wird um 15.15 Uhr angepfiffen. Danach stehen stündlich die 3 Endspiele der Männer an. Um 16 Uhr beginnt die Bezirksklasse/Kreisklasse. Favoriten sind hier der BV Kreuzmoor und TV Waddens II aus der Bezirksklasse. Im Vorjahr besiegte der TuS Grabstede  im Endspiel den KBV Altjührden/Obenstrohe mit 2:1. Davor hatten sechsmal in Folge die Altjührdener gewonnen. Jetzt könnten in der neu Klasse Bezirksliga, die beiden Kontrahenten im Finale ab 17 Uhr, erneut aufeinander treffen. In der Vorsaison bejubelten der TSV Abbehausen den 5:0 Endspielsieg gegen den BV Reitland. Davor hatte sich Reitland dreimal auf der Plakette verewigt. Es sieht danach aus, das diese beiden Teams, ab 18 Uhr wiederum das Endspiel bestreiten. Reitland nach der Papierform, gewann die beiden Saisonbegegnungen gegen die Abbehauser, sicherlich mit der Favoritenbürde. Die Bestenliste vom Plakettenspieltag in der höchsten Männerklasse führt der TuS Grabstede mit 16 Siegen, eindeutig an. Den letzten Sieg fuhren die Grabsteder, jetzt in der Bezirksliga angesiedelt, 2011 ein. Dahinter schon Nostalgie in der Liste, folgen der TuS Zetel und SBV Zetel mit je 12 Erfolgen, gleichauf. Der TuS Zetel gewann erstmals 1934 und tauchte zuletzt 1964 auf dem „Siegerpodest“ auf. Der SBV Zetel begann seine Siegesserie 1974, die dann 1994 endete. 11 Siege weist der TV Neustadt, in den Jahren 1960 bis 1972, auf. Der TV SChweiburg war 8 mal Sieger und der KBV Grünenkamp hielt 7 mal die Plakette hoch. In dieser Hinsicht hat der Titelverteidiger TSV Abbehausen, 2 Erfolgen und der BV Reitland, 3 Siege, noch etwas gutzumachen. Die älteren Fans der Mentzhauser werden sich gerne an 1978, dem bisher einzigen Erfolg der MTVer in Diekmannshausen erinnern. Altersbedingt ist eine Vorhersage in den Schüler/Jugendklassen schon schwieriger. Ende der Sommerferien, da dürfte die Aufstellung der Teams für die Betreuer leichter fallen. Wertvolle handgeschnitzte Eichenplaketten warten auf die Sieger. In der höchsten Männerklasse wurden seit 1924 je drei Wanderplaketten und Zinnpokale in Umlauf gebracht. Die neue Wanderplakette (seit 2004 im Umlauf) wurde vom OOWV gesponsert. Der Zweitplazierte erhält die „Richard-Witte-Gedächtnisplakette“, benannt nach dem 1995 verstorbenen Ehrenvorsitzenden des TV Schweiburg. Bei leistungsmäßig gleichwertigen Teams hängt viel von der Tagesform, von einem Weiterkommen ab, und wie gut harmoniert die Achtermannschaft mit der ersten Reihe, zweiten Reihe, Hauptfänger und Hinterfänger. Mit dem Hauptfänger „steht oder fällt“ die Mannschaft. Die wurfstärksten Aktiven schaffen hier 35 bis 40 Meter weite Schockwürfe mit dem 1500 Gramm schweren Ball. Für die jeweils erste Reihe der gegnerischen Mannschaft heißt es, diese Bälle abzufangen um selbst Raumgewinn zu schaffen. Die besten Wurfleistungen von Schleuderballspielern liegen bei 60 bis 65 Meter.

LL Abbeh - Reitland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.