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Happy End für den SV Moslesfehn und er fährt zur DM

Auf den letzten Metern schoben sich die Moslesfehnerinnen noch auf Rang drei!

Die Faustballerinnen des SV Moslesfehn qualifizierten sich im „Herzschlagfinale“ für die Deutschen Meisterschaften. SVM-Trainer Till Oldenbostel freut sich über diesen Abschluss

Wir wollten heute einen schönen Abschluss haben. Natürlich sind wir fokussiert an die Spiele herangegangen. Aber es musste schon einiges zusammenkommen, um die Qualifikation wirklich noch zu realisieren. Der Sieg gegen Schneverdingen war echt stark. Und natürlich haben wir vom Ausrutscher Brettorfs profitiert. Frage: Wird heute noch ordentlich gefeiert? oldenbostel: Die Stimmung ist unfassbar gut. Wir werden sicher noch zusammen bleiben und mit einigen Gläschen auf die Quali anstoßen. Frage: Was rechnen Sie sich für die Deutschen Meisterschaften aus? oldenbostel: Die Vorfreude ist jetzt schon da. Alles, was noch kommt, ist für uns ein Bonus. Wir müssen in der Finalrunde leider Sabine Grüning ersetzen. Sie hat in dieser Zeit Urlaub gebucht.

NWZonline.de
https://www.nwzonline.de/interview/stimmung-ist_a_50,7,769484384.html
und
https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/lokalsport/brettorf-moslesfehn-faustball-happy-end-fuer-sv-moslesfehn_a_50,7,753847865.html

Brettorf /Moslesfehn Mehr Spannung ging nicht: In einem Herzschlagfinale haben sich die Faustballerinnen des SV Moslesfehn auf den dritten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga Nord geschoben – und damit tatsächlich noch die vor wenigen Wochen kaum für möglich gehaltene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft geschafft. Während in der Hundsmühler Sporthalle Riesenjubel herrschte, war die Enttäuschung 30 Kilometer weiter süd-östlich ebenso groß, denn dort hatte der TV Brettorf auf den letzten Metern der Saison sein DM-Ticket verspielt und war hinter Moslesfehn auf Rang vier abgerutscht. Die Dramatik des letzten Spieltags am Sonntag zwischen den beiden Landkreisteams in der Konferenz:
Pünktlich um 11 Uhr geht es los. Zum Auftakt trifft Gastgeber Moslesfehn auf Tabellenführer TV Jahn Schneverdingen. „Wir sind der klare Außenseiter“, stellt SVM-Trainer Till Oldenbostel fest, „aber wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, nicht alles gegeben zu haben.“ Jahn muss auf Top-Schlagfrau Theresa Schröder verzichten. Ist das die Chance? Der erste Satz geht knapp mit 10:12 verloren. „Danach waren wir auch emotional auf der Höhe“, sagt Oldenbostel. Der SVM wird variabler im Angriff, gewinnt die Sätze zwei (11:5) und drei (11:6). Bahnt sich hier etwa eine Sensation an?
In Brettorf bekommt der bisherige Tabellendritte scheinbar das Nervenflattern. Die allenfalls mäßigen Leistungen der vergangenen Wochen finden auch gegen den Tabellenvorletzten Stern Kaulsdorf ihre Fortsetzung. In den ersten beiden Sätzen findet der TVB überhaupt nicht ins Spiel, verliert mit 8:11 und 5:11. Immerhin gelingt anschließend mit 11:7 der Anschluss. Kann das Team von TVB-Betreuer Christian Kläner das Spiel noch drehen? Mit einem Teil seiner Gedanken ist auch er beim Spieltag in Hundsmühlen. „Wahrscheinlich benötigen wir die Schützenhilfe von Schneverdingen“, orakelt Kläner.
Zurück beim SV Moslesfehn. Die Schützlinge von Till Oldenbostel verschlafen den Start in den vierten Satz. Zwar wird es knapp, aber Jahn hat das bessere Ende für sich (11:13). „Vor dem Entscheidungssatz haben wir uns gesagt, dass wir diese elf Punkte machen wollen“, sagt der Trainer. Nane Ahrens und Co. sind hochkonzentriert und legen eine klare 6:1-Führung vor. Schneverdingen kann nicht mehr kontern. Der SVM gewinnt 11:4. Verhaltener Jubel macht sich breit…
In der Sporthalle am Bareler Weg kommt keine Siegerstimmung auf – stattdessen überwiegt bei den Schwarz-Weißen schon jetzt die Enttäuschung, als Satz vier und damit das Spiel verloren geht (6:11). Als die Nachricht vom Moslesfehner Sieg eintrudelt, gehen die Köpfe endgültig runter. „Damit war allen eigentlich schon klar, dass wir die DM-Teilnahme abhaken können“, meint Kläner, der nicht wirklich damit rechnet, dass sich Moslesfehn ausgerechnet gegen Schlusslicht Wangersen noch einen Ausrutscher leistet.
Die Spielerinnen des SV Moslesfehn wärmen sich auf. „Gegen das junge Team vom MTV Wangersen sind wir der Favorit“, sagt Oldenbostel. Er glaubt nicht, dass diese Rolle sein Team lähmen könne, so der Trainer. Satz eins ist nach neun Minuten durch (11:4). Im zweiten Abschnitt häufen sich die Fehler – 5:11 geht der Satz verloren. Im dritten setzt sich die Erfahrung durch – 11:6 für den SVM. Marisa Meyer gibt die Devise vor: „Kommt Mädels, noch einen Satz.“ Punkt 14.06 Uhr ist es geschafft. 11:7 für Moslesfehn. Grenzenloser Jubel, die Spielerinnen werfen sich aufeinander. „Wir freuen uns total“, sagt Schlagfrau Karen Meyer, „die Qualifikation war nicht zu erwarten.“
In Brettorf gelten die Gedanken nur noch dem eigenen Spiel. Immerhin gelingt mit dem 3:1 gegen Bayer Leverkusen (11:8, 6:11, 13:11, 11:7) ein versöhnlicher Abschluss – Platz drei ist aber futsch. „Es hatte sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet“, gibt sich Betreuer Christian Kläner gefasst. „Die Mannschaft hat zuletzt nicht das gespielt, was sie kann. Zudem hat auch die Psyche einige Spiele entschieden“.

Georg Schmidt nimmt auch mit 90 Jahren noch am Kreisturnier teil

Nur noch wenige Vereine im Landkreis haben Prellball-Mannschaften. Die treffen sich einmal im Jahr zum Kreisturnier – in diesem Jahr holte sich der TV Brettorf I den Sieg.

Hoykenkamp Im September feierte Georg Schmidt seinen 90. Geburtstag. Der leidenschaftliche Prellballspieler war langjähriger 1. Vorsitzender und ist Ehrenvorsitzender der TS Hoykenkamp – und als nachträgliches Geschenk veranstaltete sein Verein nun das diesjährige Kreisprellballturnier. „Leider gibt es nicht mehr so viele Teams wie früher“, meinte der Jubilar, der sich gar nicht mehr erinnern kann, wie lange er schon Prellball spielt. „Früher habe ich Handball gespielt, auch in Hoykenkamp. Und dann kam ich irgendwann zum Prellball. Gefühlt mache ich das schon ewig“, so Schmidt

Ein Turnier im Jahr

Wichtige Regeln beim Prellball

Das Spielfeld ist 8 x 16 Meter groß und in der Mitte durch ein 40 Zentimeter hohes Netz geteilt. Die Mannschaften bestehen üblicherweise aus je vier Spielern.

Gespielt wird auf Zeit. Üblich sind 2 x 10 Minuten, zur Halbzeit werden die Seiten gewechselt. Wer in der Gesamtzeit mehr Punkte erzielt hat, gewinnt das Spiel. Bei jedem Fehler eines Teams wird dem anderen ein Punkt gutgeschrieben.

Kommt der Ball vom Gegner, darf er volley oder mit Bodenberührung angenommen werden. Der Ball muss nach jedem Spielerkontakt innerhalb der eigenen Mannschaft einmal aufprellen. Jeder Spieler darf dabei den Ball während eines Spielzugs nur einmal prellen. Spätestens mit der dritten Berührung muss der Ball übers Netz.

Viele Prellballspieler seien früher auf dem größeren Handballfeld aktiv gewesen. Das mache sich auch heute noch bezahlt: „Man hat einfach ein besseres Ballgefühl“, erzählte der 90-Jährige, der früher auch im Punktspielbetrieb Prellball gespielt hat. Er bedauere es, dass dies aufgrund der rückläufigen Mitgliederzahlen nicht mehr möglich sei. „Wir spielen und üben das ganze Jahr über im Verein. Aber gegen andere Mannschaften spielen wir nur einmal im Jahr beim Kreisprellballturnier“, erklärte Schmidt.

Sechs Mannschaften fanden sich in diesem Jahr zum Turnier in der Sporthalle in Schierbrok ein – zwei Teams aus Hoykenkamp und je zwei vom TV Brettorf und Bookholzberger TB. Jeder spielte gegen jeden – am Ende setzte sich der TVB I vor dem Bookholzberger TB I und der ersten Mannschaft der TS Hoykenkamp durch. Brettorf ist damit Kreispokal-Gewinner 2019 – und das mit einer fast makellosen Bilanz. Alle fünf Spiele gewann die Mannschaft und ließ dabei bei 153 eigenen Punkten nur 82 gegnerische Zähler zu.

Georg Schmidt trat mit der 2. Mannschaft der Turnerschaft an – ein reines Ü-70-Team, das mit viel Erfahrung und Spielübersicht punkten konnte. Nach überstandener Krankheit freute er sich, endlich wieder auf dem Feld zu stehen. „Ich hatte im Sommer eine Herz-Operation. Danach habe ich lange überlegt, ob ich weitermachen möchte“, erinnerte sich Schmidt. Doch sein Arzt habe ihm Bewegung und Sporttreiben empfohlen. „Also mache ich weiter mit dem Prellball – und es bekommt mir sehr gut.“

Schmidt macht weiter

Bei der Kreismeisterschaft belegte Schmidt mit seinem Team den sechsten Platz. Für ihn aber kein Grund zum Ärgern. Vielmehr ist der 90-Jährige froh, dass er seiner Sportart weiter treu bleiben kann. „Ich weiß nicht, wie lange ich noch bei Kreisturnieren dabei sein kann. Aber ich werde weitermachen, so lange es geht“, versprach Schmidt.

Nur Loppersum ist besser als der AT Rodenkirchen

Delbrück /Rodenkirchen Die Völkerballerinnen des AT Rodenkirchen sind ein Turnierteam: Wenn’s um den ganz großen Titel geht, rufen sie ihr Potenzial ab. Schon seit Jahren. Auch am Wochenende beim 18. Turnier um den DTB-Pokal in Delbrück bestätigten sie ihren Ruf. Sie waren als amtierender Titelträger zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft gereist und mussten sich am Sonntag erst im Finale dem Dauerrivalen WT Loppersum in drei Sätzen geschlagen geben (0:3, 1:0, 0:4). „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte Rodenkirchens erfahrene Spielerin Julia Müller.


Spielten ein herausragendes Turnier: die Völkerballerinnen des AT Rodenkirchen. Zum Team gehören Alexandra Biskupek, Siasse Kröger, Martina Joachimsthaler, Lea Möhlmann, Tanja Drieling, Mette von Borstel, Katja Knupp, Dorothea Gradic, Jasmin Gerndt, Alexandra Gradic, Spielertrainerinnen Christiane Nemeyer und Julia Müller
Bild: privat

Schon im ersten Spiel der Gruppenphase (0:2/1:0) mussten die Rodenkircherinnen eine Bewährungsprobe bestehen. Der SV Altenoythe verlangte ihnen alles ab. „Das war hart. Die Altenoytherinnen waren gut drauf – die sind jung, fit und wollen“, sagte Julia Müller. „Dagegen haben wir zu Beginn eines Turniers meist Schwierigkeiten.“ Aber der ATR hielt dagegen und biss sich auch durch die knappe zweite Partie gegen Stennweiler (1:0, 3:0). Dann lief der Motor allmählich auf Hochtouren. Gegen Verl  (3:0, 6:0) und gegen Westerloh-Lippling (6:0, 6:0) gewann Rodenkirchen klar. „Da waren wir endlich im Turnier angekommen“, sagte Julia Müller.

In der Zwischenrunde traf Rodenkirchen auf Delbrück und Westenholz. Die Gastgeberinnen präsentierten sich als starkes Team. „Die sind unglaublich fangstark“, sagte Julia Müller. „Die kriegt man nur mit Streifschüssen.“ Die Partie endete leistungsgerecht (0:2, 2:0).

Auch die Partie gegen Westenholz war umkämpft. Diesmal hatte der ATR die etwas bessere Bilanz (2:0/1:0). Anschließend mussten die Rodenkircherinnen den Ausgang der Partie Delbrück gegen Westenholz abwarten. „Das war schrecklich“, sagte Julia Müller. Delbrück und Westenholz trennten sich im letzten Spiel des Tages remis. Entscheidend war der direkte Vergleich: Delbrück und der ATR zogen in die Endrunde ein – nach zwölf Stunden hatte das Team aus der Wesermarsch sein Ziel erreicht. „Das war ein anstrengender Tag“, sagte Julia Müller. „Wir waren echt kaputt.“

Die Delbrückerinnen mussten am Sonntagmorgen gleich um neun Uhr wieder spielen und zahlten im Kampf um das Finale den Tribut für den Kräfteverschleiß. „Deshalb waren wir froh, dass wir nicht gleich am frühen Sonntagmorgen spielen mussten“, sagte Julia Müller. Zumal wieder das Duell mit Altenoythe anstand. Der ATR gewann den ersten Satz diesmal mit 3:0, die Altenoytherinnen sicherten sich Satz zwei mit 1:0. Anschließend besiegte der SVA Schöning mit 6:0 und 6:0, während sich der ATR mit 4:0 und 2:0 schadlos hielt und damit den Einzug ins Finale perfekt machte. „Damit waren wir schon zufrieden“, sagte Julia Müller.

Im Endspiel wartete der Erzrivale WT Loppersum –  die Zuschauer sahen die Neuauflage des Vorjahresfinales. „Loppersum war phänomenal gut drauf und hat ein ganz starkes Turnier gespielt“, sagte Julia Müller. Die Ostfriesinnen hätten zuvor keinen Satz abgegeben. „Aber wir wollten uns auf keinen Fall abledern lassen“, sagte Julia Müller.

Und der ATR lieferte Loppersum einen großen Kampf. Nach einem 0:3 im ersten Durchgang sicherten sich die Rodenkircherinnen den zweiten Durchgang mit 1:0. „Im dritten Durchgang hatten wir ein wenig Pech“, sagte Julia Müller. „Da waren einige dusselige Bälle dabei.“ 4:0 hieß es am Ende für Loppersum. Dennoch kehrten die Roden-kircherinnen gut gelaunt in die Wesermarsch zurück. Wieder mal hatten sie gezeigt, dass sie zur absoluten Spitze in Deutschland gehören.

Zum Fest fliegen in Westrittrum die Bälle


„Schockt“ den Ball zurück zum Gegner: Rainer Melle vom SV Rittrum beim Schleuderball
Bild: Daniel Schumann
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Das beliebte Sommerfest des SV Rittrum hält die Fahne für Völker- und Schleuderball hoch. In den beiden Breitensportarten wurden Turniere ausgetragen.

Westrittrum Der Spielbetrieb bei der Schleuderballmannschaft des SV Rittrum ruht seit zwei Jahren. Es fehlen die Spieler, um den Traditionssport in einer Liga wieder aufzunehmen. Nichtsdestotrotz lassen es sich die Rittrumer nicht nehmen, zu ihrem alljährlichen Sommerfest einzuladen, wie auch am Sonntag auf dem Sportplatz an der „Ammerlands Heide“ in Westrittrum.

Und wenn Rittrum ruft, dann kommen sie. Zum Schleuderball haben sich neben dem SV Rittrum die Teams vom SV Altenhuntorf, Oldenbroker TV, TuS Grabstede und BV Grünenkamp eingefunden. Im Völkerball haben sich Mannschaften aus Großenkneten, Petersdorf, Benthullen, Halenhorst sowie Rittrum gemessen.

„Sehr beliebtes Turnier“

„Das Turnier hier in Rittrum ist immer sehr beliebt und wir wollen es so lange wie möglich aufrecht erhalten“, erklärte der erste Vorsitzende des SV Ulrich Gerdes. „Zur Not auch mit geliehenen Spielern, die von befreundeten Teams gestellt werden“, so Gerdes. Auf dem Rittrumer Platz werden zeitgleich Turniere in zwei Sportarten ausgetragen. Während die Damen Völkerball spielten,traten die Herren im Schleuderball gegeneinander an.

„Schleuderball ist ein Treibespiel“, erläuterte Peter Precht, der selbst langjähriger Spieler des SV Rittrum war. Die Mannschaften versuchen sich durch das Werfen des Spielgeräts gegenseitig aus dem Spielfeld zu treiben.

Gespielt wurde auf vier aneinander liegenden Feldern mit einer Gesamtlänge von 90 Metern. Geschleudert und geworfen wird ein 1,5 Kilogramm schwerer, mit Rosshaar gefüllter Lederball, an dem eine 30 Zentimeter lange Schlaufe befestigt ist. An dieser wird der Ball beim ersten Spielzug geschleudert – so weit wie möglich. Der geschleuderte Ball muss vom gegnerischen Team gefangen werden, dass ihn dann wiederum in Richtung des angreifenden Teams zurück schockt, also wirft. An der Schlaufe geschleudert wird er nur beim ersten Spielzug eines Durchgangs.

So geht es hin und her, bis es einem der Teams gelingt, das Feld komplett zu überbrücken, den Ball hinter die Auslinie zu werfen und der Gegner nicht in der Lage ist, den Ball zu fangen. So werden bei dem Sport die Tore erzielt.

Anlauf zum Schleudern

Auf dem Feld sind zwölf Spieler, also sechs pro Team. Der spieleröffnende Schleuderwurf, bei dem Anlauf genommen werden darf, wechselt innerhalb eines Teams reihum, so dass nicht nur der stärkste Werfer zum Zuge kommt. Wer den Ball fängt, muss als nächstes werfen. Geworfen wird immer von der Stelle, wo der Ball gefangen wurde. Berührt der Ball den Boden, wechselt der Ballbesitz und eine neuer Spielzug beginnt. Gespielt werden zwei Mal zehn Minuten.

Warum die Sportart derart geschrumpft konnte Gerdes nur mutmaßen: „Es ist überall so – die jungen Leute wollen vermutlich lieber ins Fitnessstudio oder sich nicht derart verpflichten.“ Denn obwohl die Rittrumer nicht mehr am Ligabetrieb – in Niedersachsen gibt es vier Ligen mit insgesamt 29 Teams – teilnehmen, trainieren sie wöchentlich und versuchen an bis zu sieben Turnieren jährlich teilzunehmen. Das nächste findet in Diekmannshausen statt. „Wir hoffen, dass wir genug Leute zusammen bekommen“, verriet der Rittrumer Schleuderballspieler Rainer Melle aus Großenkneten.

Das Schleuderballturnier gewonnen hat am Ende das Team vom SV Altenhuntorf vor dem BV Grünenkamp und dem SV Rittrum. Bei den Damen holte sich das Team aus Großenkneten den Pokal vor der zweitplatzierten Mannschaft aus Petersdorf. Auf Rang drei folgt Benthullen. „Im Völkerball haben wir uns vornehm zurückgehalten und den fünften Rang belegt“, lächelte Gerdes.

Mannschaftssport

Beim Völkerball werden zwei Mal acht Minuten gespielt. Die Aufregung, die sich zuletzt um den Sport entfacht hat, kann Ramona Budde vom SV Rittrum nicht verstehen. „Ich finde es ehrlich gesagt albern und kann es nicht nachvollziehen. Völkerball ist eine Mannschaftssportart, bei der es nicht um den Einzelnen geht“, meinte Budde.

Kanadische Wissenschaftler hatten auf einer Fachkonferenz im Juni erklärt, dass sie den Sport als ein Mittel der Unterdrückung sehen. Gerade für Kinder sei ein solcher Mannschaftssport jedoch wichtig findet Budde. „Mal gewinnt man, mal verliert man. Die Kinder lernen so, dass jeder mal in etwas gut und bei etwas anderem schlecht ist.“

Altenhuntorf gewinnt Traditionsturnier


Umkämpftes Duell auf ungewohntem Untergrund: Der ASV (in Rot) gewann gegen Grabstede.
Bild: Wolfgang Böning


Westrittrum /Wesermarsch Das traditionelle Turnier des SV Rittrum und zwei Punktspiele in der B-Jugend haben am Wochenende die Aufmerksamkeit der Schleuderball-Fans auf sich gezogen.




Turnier in Rittrum

Der Spielbetrieb des SV Rittrum ruht seit zwei Jahren. Es fehlen die Spieler, um den Traditionssport in einer Liga wieder aufzunehmen. Das alljährliche Schleuderball-Turnier, auf dem ausgedörrten Sportplatz an der „Ammerlands Heide“ in Westrittrum ist aber weiter Bestandteil des Turnierkalenders.

Am Wochenende stritten fünf Teams im Modus Jeder-gegen-jeden um den Sieg: Der SV Rittrum, der Altenhuntorfer SV, der Oldenbroker TV, der TuS Grabstede II und der BV Grünenkamp III. „Das Turnier in Rittrum ist immer sehr beliebt, und wir wollen es so lange wie möglich aufrechterhalten“, sagt der Vorsitzende des SVR, Ulrich Gerdes. „Zur Not spielen wir auch mit geliehenen Spielern, die von befreundeten Teams gestellt werden.“
Am Ende siegte der Favorit: Der Altenhuntorfer SV III spielt in der Bezirksklasse und gewann die Plakette mit 8:0 Punkten. Auf den Plätzen folgten die Kreisklassenteams: der KBV Grünenkamp III (5:3), der SV Rittrum (4:4), der TuS Grabstede II (3:5) und der Oldenbroker TV (0:8).

B-Jugend

Mentzhauser TV – KBV Grünenkamp 0:4 (0:2). Der KBV ging mit einem Überraschungswurf in Führung. Der Grünenkamper Aron Heinen beförderte den dritten Schockball über die Mentzhauser hinweg. Die Gäste legten sogar noch nach. Kurz vor der Pause schnupperten die Mentzhauser am 1:2, aber der Halbzeitpfiff machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. In der zweiten Hälfte ging es hin und her. Aber nur die Grünenkamper waren noch erfolgreich.
BV Reitland – Mentzhauser TV 7:0 (3:0). Die Gastgeber setzten erstmals Lasse Hippenstiel ein, der sich in seinem ersten Schleuderballspiel mit Unterstützung der Mitspieler gut ins Team einfügte. Die Gäste spielten ersatzgeschwächt und begannen mit leichter Windunterstützung. Aber sie ließen viele Wurfbälle fallen und lagen deshalb zur Pause mit 0:3 zurück. In der zweiten Halbzeit waren die Mannschaften gleichwertig. Allerdings nutzten die Reitlander den stärker gewordenen Rückenwind und legten nach.

Nach Niederlage in der Vorrunde zur Goldmedaille

Die Frauen 30 des SV Moslesfehn holten Gold. Sie gewannen im Finale gegen Berlin.

Das erfolgreiche Team des SV Moslesfehn: Betreuer Manfred Grüning (v.l.), Betreuer Marco Retsch, Carola Wilke, Karen Meyer, Sandra Weigt, Saskia Retsch, Jessica Konen, Christina Fortino, Doris Schmertmann, Marisa Meyer und Betreuerin Marleen Schmertmann

Erfolgreiche Revanche

Es traten die Seniorenklassen in Kellinghusen zu ihren Deutschen Meisterschaften an. Für die Frauen??30 des SV Moslesfehn sollte es ein gutes Pflaster sein, denn sie kehrten mit der Goldmedaille zurück. Nach Platz zwei in der Vorrunde mussten die Moslesfehnerinnen im Qualifikationsspiel gegen den Güstrower SC ran und setzten sich deutlich mit 2:0 (11:4, 11:9) durch. Im Halbfinale wartete FBC Offenburg. Hier behaupteten sich die SVM-Frauen nach drei Sätzen mit 11:9, 6:11, 11:6. Gegen den Finalgegner VfK Berlin hatten die Landkreislerinnen in der Vorrunde glatt 0:2 verloren. Doch im Kampf um DM-Gold wuchsen sie nun noch einmal über sich hinaus und gewannen gegen die Berlinerinnen nach einer furiosen Leistung mit 11:7, 11:7.

Weniger erfolgreich verlief die DM hingegen für die Männer-55-Teams aus Moslesfehn. Sie blieben in der Vorrunde sieglos und erreichten nur die Platzierungsspiele. Hier belegten sie am Ende die Rang sieben.

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Rodenkircherinnen bejubeln Deutschenmeister

Riesenjubel in Rodenkirchen: Die Völkerballerinnen des ATR sind Deutscher Meister. In einer hart umkämpften Final-Partie setzten sie sich mit viel Kampfgeist durch.

Die Mannschaft jubelt mit Astrid Grotelüschen MdB

Rodenkirchen Unglaublich: Die Völkerballerinnen des AT Rodenkirchen haben am Sonntag zum siebten Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Die Mannschaft von Spielertrainerin Julia Müller gewann im Endspiel des DTB-Pokals in der eigenen Halle gegen den Titelverteidiger WT Loppersum mit 2:1-Sätzen. „Einfach geil! Ich bin super zufrieden und richtig stolz auf die Mannschaft. Der Zusammenhalt unseres Teams hat sich ausgezahlt“, sagte Spielertrainerin Julia Müller.

Gratulation der anderen Mannschaften

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Völkerball: ATR freut sich auf nationale Titelkämpfe

Vier Mannschaften kommen aus Niedersachsen, teilte der ATR am Wochenende mit. Das sind der AT Rodenkirchen, Cosmos Getelo, WT Loppersum und die SG Esche-Haftenkamp. Jeweils zwei Mannschaften entsenden der Westfälische Turnerbund, der Rheinische Turnerbund und der Saarländische Turnerbund. Der TV Verl, der SV Schöning, der SV Spellen, der TV Rees, der TV Eppelborn und der TTV Stennweiler komplettieren das Teilnehmerfeld.

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Völkerball: DTB Pokal: ATR will Tüpfelchen aufs „i“ malen

 Das Team des Gastgebers ist gut vorbereitet, die Vorfreude ist riesig. Titelverteidiger ist WT Loppersum.

Rodenkirchen Wer sich diese Bilanz vor Augen führt, dem bleibt die Spucke weg: Sechsmal in Folge gewannen die Spielerinnen des AT Rodenkirchen den DTB-Pokal, die deutsche Meisterschaft im Völkerball – in den Jahren 2003, 2004, 2006, 2007, 2008 und 2010, um genau zu sein. Am kommenden Wochenende wollen sie an diese Erfolge anknüpfen. In eigener Halle. „Es wäre das i-Tüpfelchen, wenn wir den Titel zu Hause holen könnten“, sagt die 38-jährige Rodenkircher Spielertrainerin Julia Müller. Aber sie weiß: Die neun anderen Teams gehen am 15. und 16. September ähnlich ambitioniert in die Partien in der Rodenkircher Großsporthalle.

Julia Müller war bei allen nationalen Titelgewinnen des ATR dabei. Mehr noch: Sie hat sogar sieben deutsche Meisterschaften geholt. Im Jahr 2008 hatte sie auch als Trainerin mit der Rodenkircher Jugendmannschaft triumphiert.

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Korbball-Landesmeisterschaft der AK12/13 in Nordwohlde

Nachbericht zur LM vom 14./15.4.2018

Von Neele Knief

Große Freude bei den Korbballerinnen des TuS Sudweyhe: die Jugendmannschaft der Altersklasse 12/13 holte in Nordwohlde den Landesmeistertitel. Der FTSV „Jahn“

Brinkum musste sich einzig im Finale dem TuS geschlagen geben und gewann damit Silber. Vizelandesmeister FTSV "Jahn"Brinkum

Bereits im ersten Gruppenspiel gegen den SV Brake zeigten die Sudweyher Mädchen, was sie konnten. Dank einiger Konter und einer starken Deckungsleistung gelang ein souveräner 12:7-Sieg. Auch die zweite Partie gegen den TSV Ingeln-Oesselse entschieden sie mit 9:2 für sich, womit der erste Gruppenplatz eingetütet wurde. Im Halbfinale gegen den TSV Ingeln-Oesselse, den man bereits aus der Gruppe kannte, gelang erneut ein deutlicher 9:4-Erfolg. „Vor allem durch Distanzwürfe und eine gute Deckung konnten wir den TSV besiegen“, erklärte Trainerin Anna Pioch. Im Finale traf ihre Mannschaft dann auf den ebenfalls stark aufspielenden FTSV Jahn Brinkum. Nach einer zunächst knappen 3:2-Halbzeitführung setzten sich die Sudweyherinnen nach dem Seitenwechsel leicht ab. Janin Kastens war es in der letzten Minute, die den Sieg endgültig mit ihrem Treffer den 5:3-Sieg endgültig besiegelte. „Wir haben unser Ziel erreicht und die Mannschaft hat tollen Teamgeist bewiesen und vor allem Spaß gehabt, resümiert die Coachin.

Die Mädchen des FTSV „Jahn“ Brinkum gewannen ebenfalls ihre zwei Gruppenspiele gegen den Großenmeerer TV (9:6) und den SV Gehrden (9:2) sicher. „Es wurden sowohl Treffer aus der Distanz als auch vom Kreis erzielt, die Mädels haben gezeigt was sie können“, freute sich Trainerin Yvonne Daneke. Doch im Halbfinale legte das Team noch eine Schippe drauf und lieferte das beste Spiel des Turniers ab. Dabei fuhr Brinkum gegen den Großenmeerer TV einen ungefährdeten 7:1-Erfolg ein. „Unseren Finalgegner kannten wir bereits aus der Punktspielsaison und waren gewarnt, aber die Mädels verkauften sich teuer“, sagte Daneke. Auch wenn die Brinkumerinnen lange mithielten, mussten sie sich am Ende geschlagen geben. „Wir sind mit der Platzierung mehr als zufrieden. Es war ein tolles Turnier mit super Fans“, lautete das Fazit von Daneke.