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Corona: Diese Lockerungen plant Niedersachsen

Ministerpräsident Weil hatte die Erwartungen an die neue Runde der Corona-Beratungen bewusst kleingehalten. Doch die Liste der Lockerungen ist lang – am Mittwoch, 06.05.2020, ist es aber soweit. In zwei Punkten geht das Land sogar über die bundesweiten Beschlüsse hinaus.

Die Corona-Auflagen in Niedersachsen werden von Mittwoch an erneut deutlich gelockert. Zwar mahnte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auch am Donnerstagabend nach rund vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern: «Wir wollen nicht wieder in die Situation geraten, aus der wir uns gerade mühsam herausgearbeitet haben.» 

Sport: Nach dem Beschluss des Landes Niedersachsens sollen Freizeitsportler wieder mehr Möglichkeiten bekommen, sich draußen zu betätigen. Kontaktlose Sportarten wie Leichtathletik oder Tennis sowie Outdoor-Sportanlagen sind ab Mittwoch, 06.05.2020, an wieder erlaubt, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Das Land Niedersachsen geht damit in diesem Punkt über die Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte hinaus.

Erlebnis Turnfest 2020 in Oldenburg abgesagt.

das Erlebnis-Turnfest Oldenburg 20. bis 24. Mai 2020 ist abgesagt!

Neuansetzung des Termins vielleicht 2022 oder 2023, die Endscheidung wird noch abgesprochen.

Arnold von der Pütten

https://www.nwzonline.de/region/im-nordwesten-erlebnis-turnfest-in-oldenburg-abgesagt_a_50,7,2234085177.html

In Abstimmung mit den zuständigen Ämtern und Stellen des Landes Niedersachsen und der Stadt Oldenburg haben wir uns aufgrund der Corona-Krise entschlossen, das Erlebnis Turnfest 2020 in Oldenburg abzusagen.

Dazu Heiner Bartling, Präsident des Niedersächsischen Turner-Bundes: „Wir bedauern die Entwicklung natürlich sehr und möchten uns gleichzeitig bei allen Unterstützern und engagierten Helferinnen und Helfer für die Arbeit der letzten zwei Jahre bedanken. Die Anmeldezahlen waren sehr gut und sind ein Indiz für die tolle Arbeit des gesamten Veranstaltungsteams. Die aktuell äußerst eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten und die weiterhin ungewisse Entwicklung der Corona-Krise, machen es uns bereits jetzt unmöglich die Veranstaltung durchzuführen. Gleichzeitig zeigen die Anfragen von den Teilnehmenden und Engagierten, dass sie eine konkrete Information und Klarheit für Ihre Planungen benötigen.“

Es besteht von allen Seiten großes Interesse ein Erlebnis Turnfest an einem anderen Termin stattfinden zu lassen. Mögliche Termine werden derzeit geprüft. Aus verschiedenen Gründen wird die Veranstaltung aber nicht vor 2022 stattfinden können. Wir halten alle Mitglieder und Teilnehmer über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Aktuell stehen natürlich der Schutz der Bevölkerung und die bestmögliche Eindämmung der Corona-Infektionen in allen gesellschaftlichen Bereichen im Vordergrund. Auch der Niedersächsische Turner-Bund stellt sich seiner Verantwortung und tut somit alles Nötige, um seinen Beitrag zu leisten.


Rückfragen von derzeit gemeldeten Teilnehmern bitte an:
info@erlebnisturnfest.de

Alle Infos rund ums Erlebnis Turnfest:
www.erlebnisturnfest.de

Arnold von der Pütten gibt Vorsitz ab

Niedersachsen:  Als Funktionär hat Arnold von der Pütten in seinem Sportlerleben schon Kontakt mit zahlreichen Personen und Institutionen aufgenommen. Besonders aktiv war er als Vorsitzender Spiele im Niedersächsischen Turner-Bund (NTB) – ein Amt, das der Moslesfehner jahrzehntelang mit Herzblut ausführte.

Nun gab der 69-Jährige den Staffelstab an Catarina Hillbrecht weiter. Die 26-jährige aus Laatzen ist sportlich mit dem Korbball groß geworden und hat von der Pütten schon seit zwei Jahren unterstützt. Die gesamte Familie Hillbrecht ist im NTB aktiv. Mutter Sabine ist die Lehrwartin Spiele und Vater Ralf der Ansprechpartner im Korbball.

Ehrenamtlich hat Arnold von der Pütten schon als junger Mann seit 1972 im Verein (SV Moslesfehn) auf Kreis- und Bezirksebene bei den Turnspielen mitgewirkt. 1992 brachte er sich als Landesfachwart beim Faustball bis 2001 ein. Danach wechselte der Moslesfehner vom Faustball zum Vorsitzenden Spiele im NTB. Nach dem Rücktritt von Landesfachwart Ernst-Ulrich Rach fand sich beim Schleuderball kein Nachfolger. Auch hier engagierte sich Arnold von der Pütten, hielt die Geschicke der Aktiven um die Region Friesland/Wesermarsch/Oldenburg-Land drei Jahre lang kommissarisch hoch und baute eine komplette ehrenamtliche Struktur für die Schleuderballer von der Kreisklasse über Bezirksklasse, Bezirksliga und Landesliga auf. Anfang 2018 wurde mit Bernd Tapkenhinrichs aus Jaderberg der neue Vorsitzende gewählt.

In den Jahren 2002 bis 2008 war der Moslesfehner auch im Gremium des Deutschen Turnbundes (DTB), im Bereichsvorstand Sport und Vorsitzender Turnspiele im DTB dabei. „Viele schöne gemeinsame Sitzungen und Veranstaltungen durfte man begleiten, wie die Landesturnfeste ab 1992 in Wolfsburg bis 2016 in Göttingen. Leider ist Oldenburg in diesem Jahr ausgefallen“, resümierte von der Pütten. Auch die Beachspiele mit über 10 000 Teilnehmern sind ihm in bester Erinnerung geblieben. Dazu kommen die Referentenschulungen und das Turnspielabzeichen mit den Sitzungen der Lehrwarte.

Auch einige Highlights im Männer-Faustball holte von der Pütten in die Region. 1998 lotste er erst die Europameisterschaft ins Marschwegstadion nach Oldenburg, 2007 fand dort auch das Finale der durch Niedersachsen tourenden Weltmeisterschaft statt 20.12 die erste Baech-Ringtennis Weltmeisterschaft (Männer, Frauen und Jugend) auf Baltrum.

Einen großen Dank richtete Tapkenhinrichs im Namen des NTB an den langjährigen Funktionär, der im Bezirk Weser-Ems als Vorsitzender der Spiele weiter am Ball bleibt.

Arnold von der Pütten

Bild und Bericht von Wolfgang Böning

Diskussion und Appelle fruchten bei Schleuderballern

Die Beharrlichkeit  vom Landesfachwart Bernd Tapkenhinrichs zeichnet sich aus

Erwin Kuck neuer Jugendwart

Den Schiedsrichterwart übernimmt Michael Schönwälder

Diekmannshausen/WBö, Für den Landesfachausschuss Schleuderballspiel im Niedersächsischen Turnerbund (NTB) stand die sogenannte Jahreshauptversammlung an.

Der Landesfachwart Bernd Tapkenhinrichs, aus Jaderberg, begrüßte neben den Vorstandskollegen und Vereinsvertretern, den Spielewart im NTB, Arnold von der Pütten. Der Wardenburger hatte 3 Jahre lang, bevor Bernd Tapkenhinrichs im Vorjahr neu gewählt wurde, bei diesem Amt kommissarisch vorgestanden. Als Dank wurde ihm ein Präsentkorb überreicht. Manfred Böning trat vom Ehrenamt zurück. Der Braker hatte sich 12 Jahre unermüdlich als Schiedsrichterwart für die Regelkunde im Spielbetrieb eingesetzt. Von der Versammlung den Applaus und ein Präsentkorb zum Dank. Da auch der bisherige Jugendwart Daniel Harms zurücktrat, galt es die vakanten Positionen neu zu besetzen. Einstimmig bestätigt wurden die vier Staffelleiter für weitere 4 Jahre, Christian Runge (Landesliga), Torben Niemeyer (Bezirksliga), Michael Schönwälder (Bezirksklasse) und Sven Ifsen (Kreisklasse). Schleppend verlief die Suche bei der Besetzung der weiteren Ämter. Nach Diskussion erklärte sich Erwin Kuck, Mentzhausen bereit, den Jugendwart zu übernehmen. Schwierig wurde es beim Schiedsrichterwart. Bernd Tapkenhinrichs wies beharrlich und vehement sachlich darauf hin, das für einen geordneten Spielbetrieb es ohne Schiedsrichterwart  nicht geht. Sogar eine Beratungspause zur Findung wurde eingelegt. Den Knoten durchschlug der Staffelleiter Michael  Schönwälder, der auch von seinen Schiedsrichtereinsätzen bekannt ist. Der Grabsteder übernimmt dieses Amt zunächst für ein Jahr kommissarisch. Ein eigenes Passwesen soll für den Schleuderballsport erstellt werden. Diese zusätzlichen Arbeiten übernehmen Torben Niemeyer und Sven Ifsen. Im Jahre 2021 soll dann das Passwesen an den zu wählenden Passwart übergeben werden. Beim Antrag des AT Rodenkirchen ging es um eine neue Ligenreform. Die Staffelleiter trugen deutlich ihre Bedenken dagegen vor.  So bei der Darstellung der Struktur für die Öffentlichkeit. Die Abwicklung sei im SIS Programm nicht gegeben und ein Mehraufwand in der Saisonabwicklung. Dafür stimmten dann nur der ATR und der Mentzhauser TV. Der Antrag somit abgelehnt. Die Ligeneinteilung für die Saison2019  sieht wiederum eine Zehnerstaffel in der Landesliga vor. In den drei anderen Ligen gehen jeweils 6 Teams an den Start. Gegenüber der Vorsaison erfreulich das der Oldenbroker TV einen Neustart in der Kreisklasse wagt. Mentzhausen hat die Vierte abgemeldet. Der SV Rittrum hat  keine Mannschaft mehr. Ihr jährliches Turnier soll fortgeführt werden. Am Versammlungstag der Antrag vom SV Altjührden/Obenstrohe  das Team wegen personeller Veränderungen aus der Bezirksliga abzumelden und in der Kreisklasse zu starten. Das Zurückziehen nach Meldeschluss würde eine Ordnungsmaßnahme  und eine Zwangspause von einem Jahr dedeuten. Zu dem Vorschlag eine Spielgemeinschaft mit Rittrum in der Bezirksliga zu bilden, soll kurzfristig eine Rückmeldung erfolgen. Der Bezirksfachwart Peter Rach teilte mit das die Bezirksmeisterschaft im Schleuderballweitwurf am Sonnabend den 27.4. in Abbehausen  durchgeführt wird. Die Landesmeisterschaft im Weitwurf steht am 11.5. in Salzgitter an. Es wurde darauf hingewiesen, dass hier die Anmeldung nur mit der neuen ID-Pass Card erfolgen kann.  Bei der Deutschen Mehrkampfmeisterschaft steht nur der Termin der 21./22.9. fest. Immer noch kein Ausrichter. Die Veranstaltung ist gefährdet. Auch angedacht ob man den Weitwurf DTB Schleuderball als Einzelveranstaltung in der hiesigen Region anbieten kann. In der Vorsaison brachten sich 99 Weitenjäger aus Deutschland dabei ein. Neben dem Punktspielbetrieb  die Turniere. Los geht es mit einem Hallenturnier für die Kids der E-und F-Jugend in Abbehausen. Weiter geht es mit den Vereinsturnieren von Grünenkamp (2.6.), Grabstede (23.6.), Rittrum (7.7.) Schweiburg (3./4.8.) Mentzhausen-Jugend (18.8.). Die Landesmannschaftsmeisterschaft führt der KBV Grünenkamp am 25.8. durch.

Die Punktspielsaison beginnt mit der Landesliga am 3. Mai. Unterschiedliche Termine beim Abschluss der Punktspielklassen mit gemeinsamen Spieltagen auf einem Sportplatz. Beim Antrag“ Schocken“ ging es wie im Jugendbereich vor der Ausführung üblich, auch bei den Männern einen Schritt zurück zu machen. Nach einem Patt fand sich im 2. Durchgang (12:9) dafür eine Mehrheit. Arbeitsgruppen wurden eingerichtet. Vom Ist-Zustand wurde berichtet. Das Landesturnfest 2020 in Oldenburg vor der Haustür. Die große Chance, über das „Wie“ bei der  Öffentlichkeit einzubringen, muss noch festgezurrt werden. Die Marathonversammlung nach 3 ½ Stunden beendet, mit der positiver Zuversicht für das Schleuderballspiel.

Bernd Tapkenhinrich begrüßt die Teilnehmer und Arnold von der Pütten Vorsitzender Spiele im NTB
Den Schiedsrichterwart übernimmt Michael Schönwälder zweiter von rechts

Absage landesweiter Wettkämpf

Moin zusammen,

der DTB hat alle seine Wettkämpfe auf DTB-Ebene bis zum Beginn der Sommerpause abgesagt. (siehe unten)

Gemeinsam empfehlen dringend Carsten Röhrbein, Christoph Hannig und ich ebenfalls auf die Durchführung von Wettkämpfen derzeit zu verzichten. Der NTB folgt den DTB-Beschlüssen und setzt seinen Wettkampfbetrieb zunächst bis zum Pfingstwochenende, d. h. bis einschließlich Montag, den 01. Juni 2020 aus. Damit bleibt die Möglichkeit erhalten, noch vor den Sommerferien erste Nachholtermine zu setzen. Wir raten weiterhin dringend dazu, den Trainings- und Sportbetrieb ruhen zu lassen und den Empfehlungen unter

 „NTB zu Hause“ zu folgen.

Bitte gebt die Informationen in euren Kreisen weiter!  Sollte sich die Coronalage so verändern, dass andere Beschlüsse möglich bzw. notwendig werden, werden wir ggf. neu entsheiden.

Herzliche Grüße: Frohe Ostern und bleibt gesund

Arnold

Turnfest im Garten

turnfest@home   In Italien singen sie von den Balkonen, wir verlegen das Turnfest kurzerhand ins Netz. Zusammen sind wir weniger allein. Also zeige uns wie Dein Turnfest zuhause aussieht und schaffe ein paar kreative Momente für Dich und Deine Familie. Handstand im Bad? Faustball im Garten? Fitness im Wohnzimmer? Yoga in der Küche? Los geht’s. Nicht vergessen: Bitte bleibe dabei zuhause, triff Dich nicht mit Freunden. Wenn wir uns alle verantwortungsvoll verhalten, können wir das Erlebnis Turnfest bald auch physisch gemeinsam feiern. #erlebnisturnfest, #turnfestathome   mehr Informationen

Happy End für den SV Moslesfehn und er fährt zur DM

Auf den letzten Metern schoben sich die Moslesfehnerinnen noch auf Rang drei!

Die Faustballerinnen des SV Moslesfehn qualifizierten sich im „Herzschlagfinale“ für die Deutschen Meisterschaften. SVM-Trainer Till Oldenbostel freut sich über diesen Abschluss

Wir wollten heute einen schönen Abschluss haben. Natürlich sind wir fokussiert an die Spiele herangegangen. Aber es musste schon einiges zusammenkommen, um die Qualifikation wirklich noch zu realisieren. Der Sieg gegen Schneverdingen war echt stark. Und natürlich haben wir vom Ausrutscher Brettorfs profitiert. Frage: Wird heute noch ordentlich gefeiert? oldenbostel: Die Stimmung ist unfassbar gut. Wir werden sicher noch zusammen bleiben und mit einigen Gläschen auf die Quali anstoßen. Frage: Was rechnen Sie sich für die Deutschen Meisterschaften aus? oldenbostel: Die Vorfreude ist jetzt schon da. Alles, was noch kommt, ist für uns ein Bonus. Wir müssen in der Finalrunde leider Sabine Grüning ersetzen. Sie hat in dieser Zeit Urlaub gebucht.

NWZonline.de
https://www.nwzonline.de/interview/stimmung-ist_a_50,7,769484384.html
und
https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/lokalsport/brettorf-moslesfehn-faustball-happy-end-fuer-sv-moslesfehn_a_50,7,753847865.html

Brettorf /Moslesfehn Mehr Spannung ging nicht: In einem Herzschlagfinale haben sich die Faustballerinnen des SV Moslesfehn auf den dritten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga Nord geschoben – und damit tatsächlich noch die vor wenigen Wochen kaum für möglich gehaltene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft geschafft. Während in der Hundsmühler Sporthalle Riesenjubel herrschte, war die Enttäuschung 30 Kilometer weiter süd-östlich ebenso groß, denn dort hatte der TV Brettorf auf den letzten Metern der Saison sein DM-Ticket verspielt und war hinter Moslesfehn auf Rang vier abgerutscht. Die Dramatik des letzten Spieltags am Sonntag zwischen den beiden Landkreisteams in der Konferenz:
Pünktlich um 11 Uhr geht es los. Zum Auftakt trifft Gastgeber Moslesfehn auf Tabellenführer TV Jahn Schneverdingen. „Wir sind der klare Außenseiter“, stellt SVM-Trainer Till Oldenbostel fest, „aber wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, nicht alles gegeben zu haben.“ Jahn muss auf Top-Schlagfrau Theresa Schröder verzichten. Ist das die Chance? Der erste Satz geht knapp mit 10:12 verloren. „Danach waren wir auch emotional auf der Höhe“, sagt Oldenbostel. Der SVM wird variabler im Angriff, gewinnt die Sätze zwei (11:5) und drei (11:6). Bahnt sich hier etwa eine Sensation an?
In Brettorf bekommt der bisherige Tabellendritte scheinbar das Nervenflattern. Die allenfalls mäßigen Leistungen der vergangenen Wochen finden auch gegen den Tabellenvorletzten Stern Kaulsdorf ihre Fortsetzung. In den ersten beiden Sätzen findet der TVB überhaupt nicht ins Spiel, verliert mit 8:11 und 5:11. Immerhin gelingt anschließend mit 11:7 der Anschluss. Kann das Team von TVB-Betreuer Christian Kläner das Spiel noch drehen? Mit einem Teil seiner Gedanken ist auch er beim Spieltag in Hundsmühlen. „Wahrscheinlich benötigen wir die Schützenhilfe von Schneverdingen“, orakelt Kläner.
Zurück beim SV Moslesfehn. Die Schützlinge von Till Oldenbostel verschlafen den Start in den vierten Satz. Zwar wird es knapp, aber Jahn hat das bessere Ende für sich (11:13). „Vor dem Entscheidungssatz haben wir uns gesagt, dass wir diese elf Punkte machen wollen“, sagt der Trainer. Nane Ahrens und Co. sind hochkonzentriert und legen eine klare 6:1-Führung vor. Schneverdingen kann nicht mehr kontern. Der SVM gewinnt 11:4. Verhaltener Jubel macht sich breit…
In der Sporthalle am Bareler Weg kommt keine Siegerstimmung auf – stattdessen überwiegt bei den Schwarz-Weißen schon jetzt die Enttäuschung, als Satz vier und damit das Spiel verloren geht (6:11). Als die Nachricht vom Moslesfehner Sieg eintrudelt, gehen die Köpfe endgültig runter. „Damit war allen eigentlich schon klar, dass wir die DM-Teilnahme abhaken können“, meint Kläner, der nicht wirklich damit rechnet, dass sich Moslesfehn ausgerechnet gegen Schlusslicht Wangersen noch einen Ausrutscher leistet.
Die Spielerinnen des SV Moslesfehn wärmen sich auf. „Gegen das junge Team vom MTV Wangersen sind wir der Favorit“, sagt Oldenbostel. Er glaubt nicht, dass diese Rolle sein Team lähmen könne, so der Trainer. Satz eins ist nach neun Minuten durch (11:4). Im zweiten Abschnitt häufen sich die Fehler – 5:11 geht der Satz verloren. Im dritten setzt sich die Erfahrung durch – 11:6 für den SVM. Marisa Meyer gibt die Devise vor: „Kommt Mädels, noch einen Satz.“ Punkt 14.06 Uhr ist es geschafft. 11:7 für Moslesfehn. Grenzenloser Jubel, die Spielerinnen werfen sich aufeinander. „Wir freuen uns total“, sagt Schlagfrau Karen Meyer, „die Qualifikation war nicht zu erwarten.“
In Brettorf gelten die Gedanken nur noch dem eigenen Spiel. Immerhin gelingt mit dem 3:1 gegen Bayer Leverkusen (11:8, 6:11, 13:11, 11:7) ein versöhnlicher Abschluss – Platz drei ist aber futsch. „Es hatte sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet“, gibt sich Betreuer Christian Kläner gefasst. „Die Mannschaft hat zuletzt nicht das gespielt, was sie kann. Zudem hat auch die Psyche einige Spiele entschieden“.

Georg Schmidt nimmt auch mit 90 Jahren noch am Kreisturnier teil

Nur noch wenige Vereine im Landkreis haben Prellball-Mannschaften. Die treffen sich einmal im Jahr zum Kreisturnier – in diesem Jahr holte sich der TV Brettorf I den Sieg.

Hoykenkamp Im September feierte Georg Schmidt seinen 90. Geburtstag. Der leidenschaftliche Prellballspieler war langjähriger 1. Vorsitzender und ist Ehrenvorsitzender der TS Hoykenkamp – und als nachträgliches Geschenk veranstaltete sein Verein nun das diesjährige Kreisprellballturnier. „Leider gibt es nicht mehr so viele Teams wie früher“, meinte der Jubilar, der sich gar nicht mehr erinnern kann, wie lange er schon Prellball spielt. „Früher habe ich Handball gespielt, auch in Hoykenkamp. Und dann kam ich irgendwann zum Prellball. Gefühlt mache ich das schon ewig“, so Schmidt

Ein Turnier im Jahr

Wichtige Regeln beim Prellball

Das Spielfeld ist 8 x 16 Meter groß und in der Mitte durch ein 40 Zentimeter hohes Netz geteilt. Die Mannschaften bestehen üblicherweise aus je vier Spielern.

Gespielt wird auf Zeit. Üblich sind 2 x 10 Minuten, zur Halbzeit werden die Seiten gewechselt. Wer in der Gesamtzeit mehr Punkte erzielt hat, gewinnt das Spiel. Bei jedem Fehler eines Teams wird dem anderen ein Punkt gutgeschrieben.

Kommt der Ball vom Gegner, darf er volley oder mit Bodenberührung angenommen werden. Der Ball muss nach jedem Spielerkontakt innerhalb der eigenen Mannschaft einmal aufprellen. Jeder Spieler darf dabei den Ball während eines Spielzugs nur einmal prellen. Spätestens mit der dritten Berührung muss der Ball übers Netz.

Viele Prellballspieler seien früher auf dem größeren Handballfeld aktiv gewesen. Das mache sich auch heute noch bezahlt: „Man hat einfach ein besseres Ballgefühl“, erzählte der 90-Jährige, der früher auch im Punktspielbetrieb Prellball gespielt hat. Er bedauere es, dass dies aufgrund der rückläufigen Mitgliederzahlen nicht mehr möglich sei. „Wir spielen und üben das ganze Jahr über im Verein. Aber gegen andere Mannschaften spielen wir nur einmal im Jahr beim Kreisprellballturnier“, erklärte Schmidt.

Sechs Mannschaften fanden sich in diesem Jahr zum Turnier in der Sporthalle in Schierbrok ein – zwei Teams aus Hoykenkamp und je zwei vom TV Brettorf und Bookholzberger TB. Jeder spielte gegen jeden – am Ende setzte sich der TVB I vor dem Bookholzberger TB I und der ersten Mannschaft der TS Hoykenkamp durch. Brettorf ist damit Kreispokal-Gewinner 2019 – und das mit einer fast makellosen Bilanz. Alle fünf Spiele gewann die Mannschaft und ließ dabei bei 153 eigenen Punkten nur 82 gegnerische Zähler zu.

Georg Schmidt trat mit der 2. Mannschaft der Turnerschaft an – ein reines Ü-70-Team, das mit viel Erfahrung und Spielübersicht punkten konnte. Nach überstandener Krankheit freute er sich, endlich wieder auf dem Feld zu stehen. „Ich hatte im Sommer eine Herz-Operation. Danach habe ich lange überlegt, ob ich weitermachen möchte“, erinnerte sich Schmidt. Doch sein Arzt habe ihm Bewegung und Sporttreiben empfohlen. „Also mache ich weiter mit dem Prellball – und es bekommt mir sehr gut.“

Schmidt macht weiter

Bei der Kreismeisterschaft belegte Schmidt mit seinem Team den sechsten Platz. Für ihn aber kein Grund zum Ärgern. Vielmehr ist der 90-Jährige froh, dass er seiner Sportart weiter treu bleiben kann. „Ich weiß nicht, wie lange ich noch bei Kreisturnieren dabei sein kann. Aber ich werde weitermachen, so lange es geht“, versprach Schmidt.

Nur Loppersum ist besser als der AT Rodenkirchen

Delbrück /Rodenkirchen Die Völkerballerinnen des AT Rodenkirchen sind ein Turnierteam: Wenn’s um den ganz großen Titel geht, rufen sie ihr Potenzial ab. Schon seit Jahren. Auch am Wochenende beim 18. Turnier um den DTB-Pokal in Delbrück bestätigten sie ihren Ruf. Sie waren als amtierender Titelträger zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft gereist und mussten sich am Sonntag erst im Finale dem Dauerrivalen WT Loppersum in drei Sätzen geschlagen geben (0:3, 1:0, 0:4). „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte Rodenkirchens erfahrene Spielerin Julia Müller.


Spielten ein herausragendes Turnier: die Völkerballerinnen des AT Rodenkirchen. Zum Team gehören Alexandra Biskupek, Siasse Kröger, Martina Joachimsthaler, Lea Möhlmann, Tanja Drieling, Mette von Borstel, Katja Knupp, Dorothea Gradic, Jasmin Gerndt, Alexandra Gradic, Spielertrainerinnen Christiane Nemeyer und Julia Müller
Bild: privat

Schon im ersten Spiel der Gruppenphase (0:2/1:0) mussten die Rodenkircherinnen eine Bewährungsprobe bestehen. Der SV Altenoythe verlangte ihnen alles ab. „Das war hart. Die Altenoytherinnen waren gut drauf – die sind jung, fit und wollen“, sagte Julia Müller. „Dagegen haben wir zu Beginn eines Turniers meist Schwierigkeiten.“ Aber der ATR hielt dagegen und biss sich auch durch die knappe zweite Partie gegen Stennweiler (1:0, 3:0). Dann lief der Motor allmählich auf Hochtouren. Gegen Verl  (3:0, 6:0) und gegen Westerloh-Lippling (6:0, 6:0) gewann Rodenkirchen klar. „Da waren wir endlich im Turnier angekommen“, sagte Julia Müller.

In der Zwischenrunde traf Rodenkirchen auf Delbrück und Westenholz. Die Gastgeberinnen präsentierten sich als starkes Team. „Die sind unglaublich fangstark“, sagte Julia Müller. „Die kriegt man nur mit Streifschüssen.“ Die Partie endete leistungsgerecht (0:2, 2:0).

Auch die Partie gegen Westenholz war umkämpft. Diesmal hatte der ATR die etwas bessere Bilanz (2:0/1:0). Anschließend mussten die Rodenkircherinnen den Ausgang der Partie Delbrück gegen Westenholz abwarten. „Das war schrecklich“, sagte Julia Müller. Delbrück und Westenholz trennten sich im letzten Spiel des Tages remis. Entscheidend war der direkte Vergleich: Delbrück und der ATR zogen in die Endrunde ein – nach zwölf Stunden hatte das Team aus der Wesermarsch sein Ziel erreicht. „Das war ein anstrengender Tag“, sagte Julia Müller. „Wir waren echt kaputt.“

Die Delbrückerinnen mussten am Sonntagmorgen gleich um neun Uhr wieder spielen und zahlten im Kampf um das Finale den Tribut für den Kräfteverschleiß. „Deshalb waren wir froh, dass wir nicht gleich am frühen Sonntagmorgen spielen mussten“, sagte Julia Müller. Zumal wieder das Duell mit Altenoythe anstand. Der ATR gewann den ersten Satz diesmal mit 3:0, die Altenoytherinnen sicherten sich Satz zwei mit 1:0. Anschließend besiegte der SVA Schöning mit 6:0 und 6:0, während sich der ATR mit 4:0 und 2:0 schadlos hielt und damit den Einzug ins Finale perfekt machte. „Damit waren wir schon zufrieden“, sagte Julia Müller.

Im Endspiel wartete der Erzrivale WT Loppersum –  die Zuschauer sahen die Neuauflage des Vorjahresfinales. „Loppersum war phänomenal gut drauf und hat ein ganz starkes Turnier gespielt“, sagte Julia Müller. Die Ostfriesinnen hätten zuvor keinen Satz abgegeben. „Aber wir wollten uns auf keinen Fall abledern lassen“, sagte Julia Müller.

Und der ATR lieferte Loppersum einen großen Kampf. Nach einem 0:3 im ersten Durchgang sicherten sich die Rodenkircherinnen den zweiten Durchgang mit 1:0. „Im dritten Durchgang hatten wir ein wenig Pech“, sagte Julia Müller. „Da waren einige dusselige Bälle dabei.“ 4:0 hieß es am Ende für Loppersum. Dennoch kehrten die Roden-kircherinnen gut gelaunt in die Wesermarsch zurück. Wieder mal hatten sie gezeigt, dass sie zur absoluten Spitze in Deutschland gehören.